Da ich mich mich jetzt einige Zeit mehr zu Wort gemeldet habe, da ich mitten im Vorabitur stecke (lernen macht Spaß -.-), denke ich, dass es nun mal an der Zeit ist diesen Blog ein wenig zu updaten.
Wer regelmäßig die Nachrichten verfolgt, dürfte mitbekommen haben, dass es um Genmais 1507 ziemliche still geworden ist. Das dürfte wohl daran liegen, dass die EU-Kommission noch nicht entgültig über Genmais 1507 entschieden hat, da aber keine erforderliche 3/4 Mehrheit gegen einen Anbau von Genmais 1507 gestimmt haben (Deutschland hat sich ähnlich wie Frankreich aufgrund von unstimmigkeiten enthalten) wird diese genveränderte Maissorte wohl demnächst zugelassen werden.
Momentan beraten die EU-Agrarminister über Genmais 1507, jedoch wird deren Urteil (wie die Vergangenheit schonmal gezeigt hat) wahrscheinlich positive Ausfallen oder es kann sich nicht geeinigt warden. In letzterem Fall wäre dann die Kommission wieder am Zug und wie die Entscheiden würde wurde bereits angekündigt. Also wird 1507 so oder so zugelassen.
Im Unterschied zu MON 810 der Firma Monsanto, deren Genmais seit 16 Jahren zum Anbau in der EU zugelassen ist, wird Genmais 1507 sowohl als Futtermais als auch als Lebensmittel zugelassen. Das hätte die Konsequenz, dass Honig der unter anderem aus Pollen von Genmais 1507 gewonnen wurde auch in den Verkauf gelangen könnte. Biolandwirte können so ihr Biosiegel nicht mehr auf den Honig machen und eventuell ihre Lizenz verlieren. Ein ähnlichen Fall gab es bereits in Bayern. Hier musste ein Jahresernte Honig vernichtet werden, da Pollen von eine Genmaisfeld in den Honig gelangt sind. Der Unterschied hier war jedoch, dass die Pollen von einem Versuchsfeld kamen mit nicht zugelassenen Genmais, würde sich so etwas mit 1507 wiederholen müsste man den Honig nicht vernichten.
Ich persönlich finde die Genmaisdebatte sehr interessant und habe auch einen relativ festen Standpunkt. Ich befürworte die Genforschung durchaus, da es sich hier nur um eine Weiterentwickelte Art des "Optimieren", welches der Mensch seit Jahrtausenden mit Nutzpflanzen betreibt, handelt. Unverantwortlich finde ich es jedoch, dass andere Landwirte, welche auf ihre Erträge angewiesen sind, zum Opfer der Genmaisfirmen fallen könnten. Hierrüber sollte man sich in der Politik mal Gedanken machen!
Dienstag, 18. Februar 2014
Mittwoch, 12. Februar 2014
Die Frage mit welchem Thema ich in diesen Blog einsteigen will hat sich gestern mit der Abstimmung über den Genmais 1507 auf EU-Ebene erledigt. Da nicht genug Stimmen, aufgrund starker Enthaltung der Mitgliedsstaaten, darunter auch Deutschland, für ein Verbot von Genmais 1507 gestimmt hat liegt die Entscheidung nun bei der EU-Kommission welche aufgrund von früheren Entscheidungen (MON 810) wohl grünes Licht geben.
Für alle die es gerade nicht wissen, 1507 ist eine Genmaissorte der US-Saatgutfirma Dupont Pioneer. Diese hat Genmais 1507 durch Veränderung des Erbguts der Pflanze so verändert, dass sie gegen das Unkrautvernichtungsmittel Glufosinat resistent ist und ein Insektengift produziert, was sie vor dem Maiszünsler schützt.
Viele Kritiker sehen in der Maissorte ein Problem für die Flora und Fauna in der die Pflanzen stehen, da nach ihren Ansichten nicht nur der Maiszünsler von dem Insektengift betroffen ist, sondern auch andere Schmetterlings- und Insektenarten. So äußerte sich der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) in einer Mitteilung vor der Abstimmung äußerst kritisch: "Ein generelles Anbauverbot in der EU für Mais 1507 ist die einzig praktikable Möglichkeit, um die bedrohte Vielfalt in der Natur zu schützen." Desweiteren besteht nicht nur eine Gefahr für die unmittelbar in der Nähe gelegenen Natur, sondern langfristig aufgrund von Pollenfluges auch für weiter entfernte Gegenden und Bauern, bei denen sich das gentechnisch veränderte Saatgut unter das normale, nicht veränderte mischen könnte.
Auf der anderen Seite stehen die Befürworter solcher Technik, welche in erster Linie darüber argumentieren, dass die Weltbevölkerung rasant am steigen ist, allein in den letzten 12 Jahren hat sie um 1 Milliarde Menschen auf insgesamt 7 Milliarden gesteigert (zum Vergleich, vor knapp hundert Jahren bevölkerten gerade einmal 2 Milliarden Menschen den Planeten) und es auch gilt diese Bevölkerungsmenge zu ernähren, was praktisch unmöglich ist, da wir nach heutigem Stand bereits eineinhalb mal so viele Ressourcen verbraucht, wie der blaue Planet bereithält.
Ich persönlich stehe dieser Technik noch sehr unaufgeschlossen gegenüber, da meiner Meinung nach auf diesem Gebiet noch nicht genug Forschungsergebnisse vorliegen, welche nicht unbedingt von profitorientierten Agrarunternehmen in Auftrag gegeben wurden und somit neutral gesehen warden können. In dieser hinsicht kann ich mich nur Markus Becker, welcher sich in einem Kommentat auf Spiegel Online (http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/kommentar-zur-moeglichen-genmais-zulassung-a-952863.html) mit diesem Thema beschäftigt, nur anschließen. Er schreibt am Ende: "Für die Konzerne ist das ein ideales Umfeld, enorme Marktmacht zu erlangen und ungeheure Gewinne anzuhäufen. Was aber tun die Deutschen, um das zu verhindern? Eine Strategie wäre ein staatliches Agrarforschungsprogramm - nicht, um Konzerne zu fördern, sondern um an Universitäten und Forschungsinstituten das nötige Know-how zu schaffen, um die Macht der Konzerne zu kontern."
Ähnlich wie er sehe ich das Problem in dieser Debatte um Genmais 1507 nicht bei den Agrarunternehmen, sondern in der Politik. So hat Deutschland zum Beispiel gegen Mon 810 ein generelles Anbauverbot auf Bundesebene verhängt, nachdem der Anbau auf EU-Ebene genehmigt wurde. Jetzt aber bei Genmais 1507 enthält die Bundesregierung sich aber, da man sich im Bundestag nicht einig warden kann, nur um höchstwahrscheinlich anschließend ein erneutes Anbauverbot für Genmais zu verhängen bzw. den Ländern ermöglicht durch eine Ausstiegsklausel selber zu entscheiden, ob sie den Genmais zulassen oder nicht. Wo liegt da der Sinn?
Für alle die es gerade nicht wissen, 1507 ist eine Genmaissorte der US-Saatgutfirma Dupont Pioneer. Diese hat Genmais 1507 durch Veränderung des Erbguts der Pflanze so verändert, dass sie gegen das Unkrautvernichtungsmittel Glufosinat resistent ist und ein Insektengift produziert, was sie vor dem Maiszünsler schützt.
Viele Kritiker sehen in der Maissorte ein Problem für die Flora und Fauna in der die Pflanzen stehen, da nach ihren Ansichten nicht nur der Maiszünsler von dem Insektengift betroffen ist, sondern auch andere Schmetterlings- und Insektenarten. So äußerte sich der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) in einer Mitteilung vor der Abstimmung äußerst kritisch: "Ein generelles Anbauverbot in der EU für Mais 1507 ist die einzig praktikable Möglichkeit, um die bedrohte Vielfalt in der Natur zu schützen." Desweiteren besteht nicht nur eine Gefahr für die unmittelbar in der Nähe gelegenen Natur, sondern langfristig aufgrund von Pollenfluges auch für weiter entfernte Gegenden und Bauern, bei denen sich das gentechnisch veränderte Saatgut unter das normale, nicht veränderte mischen könnte.
Auf der anderen Seite stehen die Befürworter solcher Technik, welche in erster Linie darüber argumentieren, dass die Weltbevölkerung rasant am steigen ist, allein in den letzten 12 Jahren hat sie um 1 Milliarde Menschen auf insgesamt 7 Milliarden gesteigert (zum Vergleich, vor knapp hundert Jahren bevölkerten gerade einmal 2 Milliarden Menschen den Planeten) und es auch gilt diese Bevölkerungsmenge zu ernähren, was praktisch unmöglich ist, da wir nach heutigem Stand bereits eineinhalb mal so viele Ressourcen verbraucht, wie der blaue Planet bereithält.
Ich persönlich stehe dieser Technik noch sehr unaufgeschlossen gegenüber, da meiner Meinung nach auf diesem Gebiet noch nicht genug Forschungsergebnisse vorliegen, welche nicht unbedingt von profitorientierten Agrarunternehmen in Auftrag gegeben wurden und somit neutral gesehen warden können. In dieser hinsicht kann ich mich nur Markus Becker, welcher sich in einem Kommentat auf Spiegel Online (http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/kommentar-zur-moeglichen-genmais-zulassung-a-952863.html) mit diesem Thema beschäftigt, nur anschließen. Er schreibt am Ende: "Für die Konzerne ist das ein ideales Umfeld, enorme Marktmacht zu erlangen und ungeheure Gewinne anzuhäufen. Was aber tun die Deutschen, um das zu verhindern? Eine Strategie wäre ein staatliches Agrarforschungsprogramm - nicht, um Konzerne zu fördern, sondern um an Universitäten und Forschungsinstituten das nötige Know-how zu schaffen, um die Macht der Konzerne zu kontern."
Ähnlich wie er sehe ich das Problem in dieser Debatte um Genmais 1507 nicht bei den Agrarunternehmen, sondern in der Politik. So hat Deutschland zum Beispiel gegen Mon 810 ein generelles Anbauverbot auf Bundesebene verhängt, nachdem der Anbau auf EU-Ebene genehmigt wurde. Jetzt aber bei Genmais 1507 enthält die Bundesregierung sich aber, da man sich im Bundestag nicht einig warden kann, nur um höchstwahrscheinlich anschließend ein erneutes Anbauverbot für Genmais zu verhängen bzw. den Ländern ermöglicht durch eine Ausstiegsklausel selber zu entscheiden, ob sie den Genmais zulassen oder nicht. Wo liegt da der Sinn?
So. Ich bin 17 Jahre alt und mache in diesem Jahr mein Abitur. Diesen Blog erstelle ich im zuge einer Seminarfachlangzeithausaufgabe im Seminarfach Bioethik. Hauptsächlich werde ich mich hier mit biothischen Konflikten im Bezug auf Gentechnik befassen und meine eigene Meinung dazu äußern. Ich bin weder "grün" angehaucht noch ein Befürworter von großem Einsatz von Pestiziden, was dazu führen kann, dass ich mir in einigen Punkten mit meiner eigenen Meinung nicht ganz übereinstimme.
http://cockpitcareer.blogspot.de/
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