Nach einiger Zeit melde ich mich nun wieder zurück. Inzwischen ist es sehr still geworden um Genmais 1507. Kaum einer berichtet noch über die bevorstehende Entscheidung der EU-Komission. Auch im Internet sind die zu findenden Artikel zu diesem Thema in der Regel schon einige Tage bis Wochen alt. Von daher möchte ich diese Flaute nutzen um mich etwas mit dem, bereits in der EU zugelassenen Genmais MON 810 beschäftigen. Wie vorhergegangenen Posts zu entnehmen ist, darf MON 810 bereits eine ganze Weile in der EU angebaut werden. So weit zumindest die Theorie. Tatsächlich wird MON 810 nur in Spanien angebaut und acht EU-Mitgliedsstaaten verhängten nach der Anbauerlaubnis sogar ein landesweites Anbauverbot dieses Mais. Nun habe ich zu diesem Mais einen interessanten Artikel gefunden, welcher sich mit den möglichen Konsequenzen und nicht-Konsequenzen auf das Ökosystem beschäftigt (http://www.transgen.de/aktuell/1770.doku.html).
So haben spanische Wissenschaftler nun, da der Mais schon eine ganze Zeit in Spanien angebaut wird, eine Meta-Studie durchgeführt, welche sich mit den Auswirkungen auf die in so einem Maisfeld lebenden Kleinlebewesen hat. Diese Forschungen wurden in der Region Lleida im Zeitraum von Mai bis Oktober durchgeführt. Dabei wurden diverse Bt-Mais-Linien (MON 810)getestet, welche sich in erster Linie durch die Anzahl und Kombination der Bt-Proteine unterschieden. Bei den Forschungen wurden insgesamt 26 Kleinlebewesenarten untersucht, welche in den Maisfeldern leben. Durch erfassen der ungefähren Populationen mit Hilfe von Klebestreifen oder visuellem Zählen konnten keine gravierenden Populationsänderungen, im Vergleich zu normalen Maisfeldern, festgestellt werden. Mit Auswirkungen auf Einzelfälle (Krankheiten etc. der Tiere) wurde sich in dieser Studie nicht beschäftigt.
Auf der anderen Seite stehen zahlreiche Studien welche beweisen wollen, dass Genmanipulierte Nahrung und Futter schlechte Auswirkungen auf das einzelne Lebewesen haben. Hier muss man jedoch Fairerweise sagen, dass solche Studien oft darauf abzielen negative Dinge aufzudecken und positives Weggelassen wird. Gleiches gilt jedoch auch für Studien die darauf abzielen den Genmais bzw. genmanipulierte Pflanzen in besseres Licht zu rücken.
Insgesamt kann man vielleicht sagen, dass es nicht hundertprozentig reine Forschungsergebnisse bekommt, da auch die Versuchstiere unterschiedlich veranlagt sein können und somit zu differenzierten Forschungsergebnissen führen können.
Deswegen möchte ich hier auch nochmal auf meine Meinungen aus den vorhergegangen Posts eingehen und klarstellen, dass ich denke das man durchaus an solchen genveränderten Pflanzen forschen soll und diese durchaus anbauen darf. Hierbei sollte man jedoch Forschungergebnisse vorhergegangenen Versuchen, sowohl positive als auch negative, beherzigen und mit diesen weiterarbeiten und anhand dieser die zu beseitigen, zumkndest die negative Auswirkungen.
Viel problematischer finde ich jedoch, dass durch Genfelder, Landwirte im umliegenden Gebiet Ertragsverluste hinnehmen müssen ,da sie ihre Agrarprodukte nicht als Genfrei und somit zu einem besseren Preis verkaufen können. Hierzu sollten dann, wenn es soweit ist mit dem Genmaisanbau in Deutschland, auf jedenfall rechtliche Grundlagen geschaffen und weiter ausgebaut werden.
Jedoch bin ich der Überzeugung, dass sich genmanipulierte Produkte in den nächsten Jahrzehnten immer mehr etablieren werden und die gesundheitlichen Bedenken, zumindest langfristig, minimiert werden!
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